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Staatsgrenze

Die Grenze Polen-Weißrussland

Grenzübergang nach Weißrussland heute Folgt man von Białowieża der asphaltierten Strasse in südlicher Richtung durch Grudki und weiter, endet die Reise inmitten des Waldes vor dem neuen Grenzübergang. Bis zum Jahr 2003 endete der Weg am Schlagbaum direkt an der Grenze. Lediglich auf weißrussischer Seite gab es einen Unterstand in Sichtweite. Im Zuge der EU-Osterweiterung entstanden dann 4 kleine Containerhäuschen samt Schranke und repräsentativen Fahnen auf polnischem Boden. Einige wenige Grenzer bedienten den eröffneten Grenzübergang. Er war und ist heute noch ausschließlich Fußgängern und Fahrradfahrern vorbehalten. Ein wahrlich einsamer Job, bedenkt man, dass die nächste weißrussiche Stadt bald 20 Kilometer entfernt ist. Im Jahre 2005 wurden die Hand voll Container durch eine großflächige Anlage ersetzt. Ein großes und nebenbei sehr stilvolles Holzhaus bildet zusammen mit einigen Nebengebäuden den neuen Grenzübergang.
Vielleicht wird in absehbarer Zukunft auch der Grenzverkehr für Autos geöffnet, denn nur für Fußgänger und Radfahrer scheint diese Anlage überdimensioniert. Der Übergang ist vom 1. Oktober bis 31. März von 8 bis 18 Uhr und vom 1. April bis 30.September von 8 bis 20 Uhr geöffnet.
Der weißrussiche Grenzzaun durch das grenzübschreitende Schutzgebiet Leider verwehrt die Anlage einem den Blick auf die eigentliche Grenze, einer Waldschneise mit dem mannshohen weißrussischem Grenzzaun. Für manchen angenehmer, als die Benutzung Straße, ist ein Ausweichen auf die Forstwege durch den Wald. Diese sind auch bequem mit Fahrrad befahrbar. Startet man von der weiter östlich gelegene Straße aus Bialowieza südwärts, führt der Weg in den Wald hinein. Die Tour geht vorbei an einem großen Kriegsmahnmal, das versteckt im Wald gelegen ist. Hierhin wurden während des zweiten Weltkrieges viele Einwohner Bialowiezas verschleppt und dann erschossen. Der Weg geht weiter an Jagellonskie vorbei. Eine Mischung aus Forschungsstation und kleinem Gästequartier zugleich. Der weiterführende Waldweg endet schließlich auf der Asphaltstraße wenige hundert Meter vor dem Grenzübergang.

Grenzübergang nach Weißrussland von 2005 Ein Visum ist ab dem Jahr 2006 im Hotel Zubrowka in Bialowieza erhältlich. Es berechtigt zur einmaligen Ein- und Ausreise. Für polnische Staatsbürger kostet es 6 PLN, für Tschechen 16 PLN und für alle übrigen Ausländer 50$. Zu den Kosten des Visums kommen nochmals Ausgaben für Versicherung hinzu. Für ein Tag belaufen sie sich auf 2.5$, bei längeren Aufenthalten reduziert sich die Tagesgebühr.

Möchte man trotzdem einmal ein Blick auf den weißrussischen Grenzzaun werfen, so bietet sich der Weg Bowska Droga an. Er geht nord-östlich aus Bialowieza hinaus, vorbei an der örtlichen Müllkippe, führt einige Kilometer an der Grenze zum Strengen Schutzgebiet entlang und endet direkt vor dem Schlagbaum beim Grenzzaun. Es sei nochmal darauf hingewiesen, dass ein Überschreiten der Grenze unangenehme Probleme hervorrufen kann, immerhin handelt es sich nicht nur um eine Staatsgrenze, sondern auch um die Grenze der Europäischen Union und NATO. Auch wenn sie nichts entdecken können, sollten sie davon ausgehen, dass die Grenze videoüberwacht wird und auch ein vermeintliches "ich springe schnell mal rüber und zurück" registriert wird. Also bleiben sie hinter dem Schlagbaum.