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"Ort der Kraft"

Spiritueller Treffpunkt altslawischer Völker

Kommst Du wegen Weisheit und Erleuchtung, dann frag und sie werden Dir antworten! Etwa 500 Meter hinter Bialowieza, in Richtung Hajnowka, führt ein Waldweg links von der Straße ab. Eine hölzerne Statue weist den Weg zum vier Kilometer entfernten "Miejsce Mocy" - dem Ort der Kraft. Folgt man ihm durch den Wald in südwestlicher Richtung passiert man linkerhand einen kleinen, hölzernen Unterstand, der anlässlich eines Besuches des ersten Sekretärs Gierek in den siebziger Jahren errichtet wurde. Wie schon viele Herrschende vor ihm, war auch er zur Jagd im Nationalpark Bialowieza.
Nach wenigen Kilometern, stößt man auf einen unbeschrankten Bahnübergang der alten Eisenbahnstrecke Hajnowka-Bialowieza. War es bis hier hin noch erlaubt, den Waldweg mit motorisierten Fahrzeugen zu befahren, bleiben einem jetzt außer Pferdewagen und Fahrrad nur noch die eigenen zwei Beine.Informationstafel am Ort der Kraft Unmittelbar nach der Schranke, zweigt auf der rechten Seite ein kleinerer Pfad vom bisher genutzten Weg ab. Diesen weiterlaufend, erreicht man nach etwa einem Kilometer linkerhand den Eingang zum kleinen Rundweg "Ort der Kraft".
Hier entdeckt man eine Informationstafel, einen beschrifteten Holzpflock und größere, verteilte Steine. Während der Pflock und die Tafel augenscheinlich unserer Zeit entspringen, sollen die Steine Bestandteil einer altertümlichen Kultstätte sein, bei der altslawische Völker ihre Rituale pflegten. Diese Stätte befände sich an einem besonderen spirituellen Ort, so heißt es.Sich stark verzweigende Bäume am Ort der Kraft Auffällig seien vor allem die fruchtbaren Bedingungen für Flora und Fauna. Als Beweis dafür, werden die sich verzweigende Bäume in der näheren Umgebung dieses Ortes aufgeführt. Und in der Tat, findet man etliche Bäume, deren Stamm sich relativ dicht über dem Waldboden in zwei oder gar drei Stämme teilt. Zudem ist in dieser Gegend ein starker Bewuchs des Waldbodens erkennbar. So glaubt wohl manch einer heute noch, hier einen magischen Ort vorzufinden. Andere spekulieren eher auf unterirdische Wasseradern und Flüsse, die für den Vegetationsschub verantwortlich sind. Egal was auch stimmen mag, Tatsache ist, dass ein Ausflug zum Ort der Kraft auch für Ungläubige interessant ist.Ort der Kraft: ein magischer Stein? Der frischen Vegetation auf der Strecke wegen, bietet sich ein Besuch im späten Frühjahr an, wenn weite Gebiete vom unzähligen, weißblühenden Wald-Sauerklee übersäht sind.
Die gesamte Strecke zu Fuß zu bewältigen, ist sicherlich gut möglich, aber eher etwas für reine Wanderfreunde. Eine Radtour zum Ort der Kraft zählt wohl zu den geeignetsten Varianten. Natürlich ist es auch möglich eine Kutschfahrt zu unternehmen. Hier können naturerfahrene Kutscher leicht ihre Fähigkeiten im Fährten- und Spurenlesen ausspielen und so die Fahrt zu einem gelungenen, informativen und lehrreichen Ausflug machen.