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"Rippen des Wisents"

Żebra Żubra - die Rippen des Wisents

Startpunkt des Wanderweges Żebra Żubra (Rippen des Wisents) Der Name des Wanderweges Żebra Żubra (übersetzt: die Rippen des Wisents) ist eine schöne und recht phantasievolle Beschreibung der unzähligen Holzplanken entlang des Weges.
Dieser Wanderweg erstreckt sich über eine Länge von etwa 4 km und ist nur zu Fuß begehbar. Kurz hinter dem Ortsende Bialowiezas, an der Strasse nach Budy, befindet sich der Ausgangspunkt der Wanderung. Der Weg führt zum großen Teil durch die Sumpflandschaften des Bialowieza Waldes und ist aus diesem Grund über weite Strecken mit Planken befestigt. Längs des Weges wurden einige Informationstafeln aufgestellt, die Auskunft über die angrenzende Vegetation geben. Der Wanderweg zeigt auf seiner kurzen Strecke den für den Nationalpark Bialowieza typischen Abwechslungsreichtum verschiedener Waldarten, die rasch ineinander übergehen.
Das Ende Żebra Żubras ist direkt neben dem Tierpark gelegen. Von dort kommt man zur Strasse Bialowieza - Hajnowka. Bis zum Palastpark sind es dann weitere rund 4 km.

Auf dem Wanderweg Rippen des Wisents Der Weg verläuft zunächst leicht parallel zur Straße und weicht dann tiefer in den Wald hinein. Zur Mitte des Weges hin wird die Vegetation sumpfiger und steht teilweise komplett im Wasser. Auf dem weiteren Weg wechselt die Vegetation zwischen Erlen, Birken, Linden, Eschen und Fichten, je nach Bodenbeschaffenheit. Wie der Wald sowieso, kann auch der Weg trotz Befestigung nach Regenfällen oder im Herbst und Winter bzw. nach der Schneeschmelze im Frühling sehr aufgeweicht sein. Wasserdichtes Schuhwerk ist dann hier sehr zu empfehlen. Auch bei normalem Wetter finden sich im Sommer kurze schlammige Passagen. Gelegentlich gibt es auch Radfahrer, die sich an der Żebra Żubra versuchen. Davon kann abgeraten werden. Die umgebende Vegetation schränkt den Aktionsradius sehr ein und man muss viel öfter über Wurzeln und durch enge Passagen schieben, als einem lieb ist. Der eigentliche Reiz offenbart sich ohnehin nicht beim schnellen Vorbeifahren.

Witterungsspuren auf den Rippen des Wisents Bis in das anfangende Frühjahr lassen sich die Folgen der letzten Herbststürme erfahren. Einige, meist kleine Bäume verloren den Halt im morastigen und feuchten Untergrund und liegen schräg oder quer über den Weg. So gleicht es gelegentlich einem kleinen Abenteuer, auf im Wasser stehenden Planken über Äste zu steigen. Auch an den Holzplanken ging die Witterung nicht ohne Spuren vorbei. Immer wieder brechen vereinzelte Planken ein, die ausgewechselt werden müssen.
Eine beeindruckende Vielfalt an Flora und Fauna verleiten einen immer wieder zum Stehen bleiben, Beobachten und Horchen.
Der Wanderweg ist in den Sommermonaten zur Tageszeit stärker frequentiert. Will man allein sein und die Natur besonders intensiv genießen, empfiehlt es sich in jedem Fall früh aufzustehen. Bewohner der Sumpflandschaften Zu diesen einsamen Zeiten zeigen sich dem Wanderer viele Tiere, vor allem aber Vögel, die er zwangsläufig aufscheucht. Manche große Vögel, die am Boden nach Nahrung suchen, schrecken in Sichweite auf und flüchten, andere Vögel wie Buchfinken sind relativ unbeeindruckt von menschlicher Präzens und trällern ihre Konzerte in Wegeshöhe. Bewegt man sich leise vorwärts oder verharrt lautlos, lassen sich so zahlreiche Arten beobachten. Die Planken durch die Feuchtgebiete ermöglichen ein Beobachten von Arten, die sich sonst in nur schwer zugänglichen Gebieten aufhalten.

die Schutzwand neben den Rippen des Wisents Besucht man Bialowieza während des Frühjahrs im April, fallen einem sofort die unzähligen Frösche an den Rändern der Feuchtbiotope ins Auge. Sie folgen ihrem natürlichen Drang zu den Bächen und Flüssen und überqueren dabei zwangsläufig die Straßen. Damit nicht die Mehrzahl der Frösche überfahren wird, werden auf Teilstrecken solche Froschzäune eingerichtet. Die Tiere laufen die künstliche Wand entlang, bis sie in die angrenzenden, in regelmäßigen Abständen eingegrabenen Eimer fallen. Dort gefangen, harren sie bis zum nächsten Morgen aus und werden dann auf der anderen Straßenseite wieder ausgesetzt.